Ihr Reiseablauf
- 06:00 Optionaler Zustieg in Sauerlach (Gartencenter Dehner, Robert-Bosch-Straße 1) – nur bei entsprechender Buchung.
- 07:00 Abfahrt am ZOB München (Hackerbrücke, Arnulfstraße 21). Bitte auf die Anzeigetafel achten – die Busse sind vorne rechts mit dem Reiseziel beschildert.
- 11:10 Schiffsüberfahrt Unteruhldingen → Mainau (Ankunft 11:25).
- ~ 4½ h Aufenthalt auf der Insel zur freien Verfügung.
- 16:10 Schiff zurück Mainau → Unteruhldingen (Ankunft 16:15).
- 16:30 Busabfahrt Richtung München.
- ~ 20:00 Ankunft München (Sauerlach ca. 21:00).
Eintrittskarten für die Insel sowie die genauen Treffpunkte für Schiff und Rückfahrt erhalten Sie vor Ort von Ihrer Reiseleitung Frau Lengl.
Im Reisepreis enthalten
- Fahrt im Geldhauser 4* Fernreisebus (First Class)
- Schiffsüberfahrt zur Insel und zurück
- Eintritt Insel Mainau
- Kleines Bordfrühstück
- Reisebegleitung
Weitere Eintritte vor Ort separat. Bitte denken Sie an persönliche Medikamente; aus rechtlichen Gründen können Reiseleitung und Fahrer keine Arzneimittel ausgeben.
Mainau – Blumeninsel im Bodensee
Die Insel liegt im Überlinger See, einem nordwestlichen Arm des Bodensees, und ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden. Ihr mildes Klima – beeinflusst durch die Wasserfläche des Bodensees – ermöglicht das Gedeihen mediterraner und subtropischer Pflanzen, die nördlich der Alpen sonst kaum zu finden sind. Diese klimatische Sondersituation prägt das Bild der Insel ebenso wie ihre über 700-jährige Geschichte als Ordens-, Adels- und schließlich Stiftungsbesitz.
Anfang Mai zeigt sich die Mainau in ihrer Frühlingsblüte: Hunderttausende Tulpen, Narzissen, Vergissmeinnicht und Kaiserkronen bilden in der Südhangwiese, an der Frühlingsallee und in den Beeten rund um das Schloss ein flächendeckendes Farbspiel. Der „Blütenkompass" auf der Insel weist tagesaktuell auf besondere Blühpunkte hin.
Schloss Mainau und Schlosskirche St. Marien
Im Zentrum der Insel steht das Deutschordensschloss Mainau, ein dreiflügeliger Barockbau, errichtet zwischen 1739 und 1746 nach Plänen des Ordensbaumeisters Johann Caspar Bagnato. Die hufeisenförmig zum Festland geöffnete Anlage richtet ihre repräsentative Front zum Bodensee aus. Die Giebel tragen die Wappen des Hochmeisters Clemens August von Bayern und des Deutschen Ordens. Der „Weiße Saal" im Inneren – ein Audienzsaal in Weiß und Gold von 1883 – ist nur für Konzerte und besondere Anlässe geöffnet.
Direkt an das Schloss schließt die Schlosskirche St. Marien an, ebenfalls von Bagnato erbaut. Mit ihrer Stuckierung und dem Altarbau von Joseph Anton Feuchtmayer sowie den Deckengemälden von Franz Joseph Spiegler bildet sie eines der bedeutenden Barockensembles am Bodensee. Sehenswert ist nicht zuletzt die Verbindung von höfischer Ordensrepräsentation und süddeutscher Sakralkunst, die hier auf engstem Raum zusammenfindet.
Gärten – Rosen, Arboretum und Wassertreppe
Das Arboretum bildet das botanische Herz der Mainau. Es geht zurück auf Großherzog Friedrich I. von Baden, der ab 1853 begann, exotische Gehölze aus aller Welt anzupflanzen. Heute zählen die Mammutbäume, Zedern und der mächtige Urweltmammutbaum (Metasequoia) zu den eindrucksvollsten Baumriesen der Insel.
Aus derselben Zeit stammt der Italienische Rosengarten, 1860 nach dem Vorbild italienischer Renaissance-Gärten angelegt. Mit Pergolen, Skulpturen und symmetrischer Beetstruktur ist er einer der schönsten historischen Rosengärten Deutschlands. Im Mai blühen hier zwar noch nicht die Rosen, dafür dominieren Narzissen, Tulpen und Frühlingsstauden die Anlage.
Eine Verbindung zwischen den höher gelegenen Mediterran-Terrassen und dem Ufergarten schafft die Italienische Blumen-Wassertreppe aus dem Jahr 1982. In Anlehnung an italienische Renaissance-Vorbilder kaskadiert hier Wasser über Stufen aus Tessiner Calanca-Gneis, eingerahmt von wechselnden saisonalen Bepflanzungen.
Palmenhaus und Schmetterlingshaus
Das Palmenhaus beherbergt mehr als zwanzig Palmenarten, darunter eine über 15 Meter hohe Kanarische Dattelpalme. Wechselnde Sonderschauen – im Frühjahr meist eine Orchideenausstellung – ergänzen die ständige Sammlung.
Wenige Schritte entfernt liegt das Schmetterlingshaus, mit rund 1.000 m² Fläche das zweitgrößte seiner Art in Deutschland. In einer tropisch warmen, von Wasserfällen durchzogenen Halle fliegen ganzjährig bis zu 80 verschiedene Schmetterlingsarten frei umher – ein Erlebnis insbesondere bei kühleren Außentemperaturen.
Geschichte – vom Deutschen Orden zur Bernadotte-Stiftung
Bereits 1271 schenkt der Ministeriale Arnold von Langenstein die Insel dem Deutschen Orden. Über mehr als 500 Jahre entwickelt sich die Mainau zur wohlhabendsten Niederlassung der Ordensprovinz, ehe die Säkularisation 1806 die Herrschaft der Ordensritter beendet.
1853 erwirbt Großherzog Friedrich I. von Baden die Insel und macht sie zu seiner Sommerresidenz. Er gilt als eigentlicher Schöpfer des Parks: Arboretum, Italienischer Rosengarten und Orangerie entstehen unter seiner Ägide und prägen die Gestaltung bis heute.
Über die Tochter Friedrichs, Königin Viktoria von Schweden, gelangt die Mainau 1932 in den Besitz von Lennart Bernadotte, einem Enkel des schwedischen Königs Gustav V. Aus dem verwilderten Park entwickelt er ab 1950 die heutige „Blumeninsel" und überführt sie 1974 in eine gemeinnützige Stiftung. Seit 2007 leitet seine Tochter Bettina Bernadotte die Mainau GmbH, seit 2011 gemeinsam mit ihrem Bruder Björn.
Praktisches
- Öffnungszeiten: Die Insel ist im Mai täglich von 9:00 bis 19:00 Uhr für Tagesgäste geöffnet.
- Wegezeit: Für einen entspannten Rundgang sollten mindestens drei bis vier Stunden eingeplant werden; das Gelände ist hügelig.
- Aktuelle Blüte: Der Blütenkompass der Insel zeigt tagesaktuell, was wo blüht.
- Gastronomie: Mehrere Restaurants und Cafés auf der Insel, u. a. das Comturey mit Seeblick im historischen Ordensgebäude.