Reise zu den Telemann-Festtagen 2026

Magdeburg · Quedlinburg · Halle

14.–17. März 2026

Vier Tage lang führt unsere Musikreise nach Magdeburg, der historischen Kaiserstadt an der Elbe. Anlass sind die Telemann-Festtage Magdeburg, eines der wichtigsten Festivals für Barockmusik in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Werke von Georg Philipp Telemann, der 1681 in Magdeburg geboren wurde und zu den produktivsten Komponisten des Barock zählt.

Ausgangspunkt unserer Reise ist das Maritim Hotel Magdeburg, von dem aus wir die Stadt, ihre Geschichte und die musikalischen Höhepunkte des Festivals erkunden.

Magdeburg – Kaiserstadt und Musikzentrum

Magdeburg an der Elbe

Gleich zu Beginn unserer Reise führt uns der Weg in das Dommuseum Ottonianum. Das Museum erzählt die Geschichte Magdeburgs als bedeutende Kaiserstadt des frühen Mittelalters. Im Mittelpunkt stehen Otto I, der Magdeburg zu einer wichtigen Residenz des Reiches ausbaut, sowie seine erste Gemahlin Editha von Wessex, die im Magdeburger Dom bestattet ist. Archäologische Funde und eindrucksvolle Ausstellungsstücke vermitteln anschaulich die politische und religiöse Bedeutung der Stadt im 10. Jahrhundert.

Ein musikalischer Höhepunkt erwartet uns am Sonntagabend im Opernhaus Magdeburg mit der Oper Ottone, re di Germania. Das Werk entsteht ursprünglich 1723 in London aus der Feder von Georg Friedrich Händel. Georg Philipp Telemann, der später als Operndirektor in Hamburg wirkt, bearbeitet die Oper für das norddeutsche Publikum. Dabei passt er Händels italienisch geprägtes Werk dem Geschmack der Hamburger Bühne an – etwa durch dramaturgische Veränderungen, Kürzungen oder Ergänzungen. Die Aufführung macht deutlich, wie flexibel Opern im 18. Jahrhundert an neue Aufführungsorte und Publikumserwartungen angepasst werden.

Ein weiteres musikalisches Highlight erleben wir am Montagabend beim Festkonzert „Preis, Ruhm, Ehre" im historischen Gesellschaftshaus Magdeburg. Auf dem Programm stehen frühe Festmusiken und Instrumentalwerke von Georg Philipp Telemann, darunter sein festliches Magnificat in C-Dur. Die Aufführung durch das Händelfestspielorchester Halle unter der Leitung von Attilio Cremonesi lässt die Klangwelt des Barock eindrucksvoll lebendig werden.

Quedlinburg – Romanik und UNESCO-Welterbe

Quedlinburg – Fachwerkhäuser und Stiftskirche

Ein Ausflug führt uns in die mittelalterliche Stadt Quedlinburg, die mit ihren über 2000 Fachwerkhäusern zum UNESCO-Welterbe gehört.

Höhepunkt ist die Führung durch die Stiftskirche St. Servatius. In ihrer berühmten Schatzkammer wird unter anderem ein einzigartiger romanischer Knüpfteppich aus der Zeit um 1200 aufbewahrt – der älteste erhaltene Knüpfteppich Europas. Die romanische Krypta und die hochgelegene Stiftskirche erzählen zudem von der engen Verbindung Quedlinburgs mit der ottonischen Herrscherdynastie.

Magdeburg – Architektur zwischen Bauhaus und Gegenwart

Grüne Zitadelle von Hundertwasser in Magdeburg

Eine Stadtrundfahrt zeigt uns das „moderne Magdeburg". In den 1920er-Jahren entwickelte sich die Stadt zu einem Zentrum des sozialen Wohnungsbaus und der Architekturmoderne. Diese Bewegung wurde als Magdeburger Moderne (MaMo) bekannt und stand in engem Zusammenhang mit den Ideen des Bauhaus.

Ein besonderes Beispiel für die Verbindung von Kunst und Architektur ist die Grüne Zitadelle, das letzte realisierte Bauprojekt des österreichischen Künstlers und Architekten Friedensreich Hundertwasser.

Ein weiterer Höhepunkt ist das Festkonzert „Preis, Ruhm, Ehre" mit frühen Festmusiken von Georg Philipp Telemann, aufgeführt vom Händelfestspielorchester Halle im historischen Gartensaal des Gesellschaftshauses Magdeburg.

Halle – Händels Geburtsstadt

Halle an der Saale

Auf der Rückreise machen wir Halt in Halle (Saale), der Geburtsstadt von Georg Friedrich Händel, einem der bedeutendsten Komponisten des Barock. Die Stadt blickt auf eine über 1200-jährige Geschichte zurück und zählt zu den wichtigsten Kultur- und Wissenschaftszentren in Sachsen-Anhalt.

Der Reichtum Halles gründet ursprünglich auf dem Salzhandel – daher stammt auch der Name der Stadt, denn „Hall" bezeichnet einen Ort der Salzgewinnung. Über Jahrhunderte prägt das sogenannte „weiße Gold" Wirtschaft und Stadtbild. Noch heute erinnern die historischen Salinenanlagen und der Marktplatz mit seinen markanten Türmen an diese Zeit.

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